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👉 Wie viel „ein bisschen Gift“ ist eigentlich okay für uns alle?

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 👉 Wie viel „ein bisschen Gift“ ist eigentlich okay für uns alle? -  👉 Wie viel „ein bisschen Gift“ ist eigentlich okay für uns alle?

Glyphosat ist nicht einfach nur ein Unkrautvernichter. Es geht um viel mehr – um deine Gesundheit, unsere Umwelt, die Landwirtschaft und vor allem die Frage: Wie willst du in Zukunft leben und essen

Wann kam Glyphosat auf den Markt?

Glyphosat wurde 1950 erstmals synthetisiert, aber erst in den 1970er-Jahren von Monsanto als Wirkstoff entdeckt und unter dem Namen „Roundup“ vermarktet. Seitdem hat es sich weltweit durchgesetzt – als eines der meistverwendeten Herbizide überhaupt. Es wird vor allem eingesetzt, um Beikräuter auf Feldern zu vernichten. Schnell, effizient – aber zu welchem Preis?

Die Diskussion ums Verbot – ein endloses Thema?

Seit vielen Jahren steht Glyphosat in der Kritik. Besonders seit 2015, als die WHO es als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ einstufte. Seitdem wird immer wieder über ein Verbot diskutiert – und es gibt Länder, die Konsequenzen gezogen haben. Österreich, Mexiko und Vietnam haben Glyphosat bereits verboten. In Deutschland ist es im öffentlichen Raum bald nicht mehr erlaubt – aber in der Landwirtschaft weiter zulässig. Klingt das nicht widersprüchlich?

Welche Krankheiten werden mit Glyphosat in Verbindung gebracht?

Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang mit Non-Hodgkin-Lymphomen hin – einer bestimmten Form von Krebs. Auch Leber- und Nierenschäden, hormonelle Störungen und Veränderungen im Mikrobiom stehen im Raum. Die Forschung ist nicht abgeschlossen, aber viele unabhängige Wissenschaftler*innen mahnen zur Vorsicht. Selbst kleine Mengen, die du über längere Zeit aufnimmst, könnten problematisch sein.

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Wo wird Glyphosat eingesetzt?

Glyphosat wird vor der Aussaat oder kurz vor der Ernte gespritzt – um Felder „unbewachsen“ zu machen oder Pflanzen schneller trocknen zu lassen. Besonders betroffen sind Getreide, Soja, Mais, Raps und Zuckerrüben. Auch im Obst- und Gemüseanbau wird es eingesetzt. Dadurch können Rückstände in deinen Lebensmitteln landen – was für viele Menschen ein echtes Problem darstellt.

Bio und Glyphosat – passt das zusammen?

Im ökologischen Landbau ist der Einsatz von Glyphosat verboten. Das ist einer der Gründe, warum viele bewusst Bio kaufen. Nicht nur, um deinen Körper zu schützen – sondern auch Böden, Insekten und das Grundwasser. Bio-Bäuer*innen arbeiten mit natürlichen Kreisläufen und alternativen Methoden, um Unkraut in Schach zu halten. Das ist aufwendiger – aber nachhaltiger und gesünder.

Gibt es Alternativen?

Ja, es gibt viele. Mechanisches Jäten, Fruchtwechsel, Heißwasserverfahren, Mulchen – im Bioanbau kommen oft mehrere Maßnahmen zum Einsatz. Auch natürliche Herbizide aus Pflanzenextrakten sind in Entwicklung. Sie wirken nicht so aggressiv, sind aber auch nicht gesundheitsschädlich.

Die Frage ist also nicht, ob Alternativen existieren – sondern ob ein höherer Aufwand in Kauf genommen wird, um gesünder zu wirtschaften.

Glyphosat-resistentes Saatgut – eine Lösung oder ein Teufelskreis?

Ein weiterer Punkt ist Saatgut, das gentechnisch so verändert wurde, dass es Glyphosat „aushält“. Diese Pflanzen können gespritzt werden, ohne selbst abzusterben – alles andere drumherum wird vernichtet. Klingt technisch clever, doch für viele fühlt sich das falsch an. Denn das bedeutet: Die Natur muss sich an ein Gift anpassen, nur damit schneller und günstiger produziert werden kann.

Fazit: Ist Bio besser?

Bio ist nicht perfekt – aber der ehrlichere Weg. Ohne Glyphosat, ohne Gentechnik, mit mehr Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt. Die Welt von heute lässt sich mit den Methoden von gestern nicht retten. Glyphosat gehört zu den Relikten einer Zeit, in der Ertrag wichtiger war und ist, als Gesundheit.


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